Handarbeitsbingo 2021
Linkpartys

Finale Handarbeitsbingo 2021

Ich hatte mich soooooo gefreut, als ich sah, dass Barbara von 60° Grad Nord wieder das Handarbeitsbingo aktiviert hatte. Und obwohl ich es erst recht spät entdeckte, konnte ich erstaunlich viele Felder der Karte füllen.

Dieses Jahr war es eine besondere Herausforderung, da viele Felder mit Techniken zu erreichen waren, die ich noch nie gemacht hatte. Zum Beispiel war weben dabei. Um mehr über diese Techniken zu erfahren, hatte ich alte Handarbeitsbücher meiner Mutter und Oma gewälzt und bin dadurch wieder auf andere tolle Sachen gestoßen.

Am Ende endschied ich mich allerdings dafür, das Feld „Weben“ offen zu lassen. Ich hätte dem Thema nicht die Zeit widmen können, die nötig gewesen wäre, um es genießen zu können. Ebenso blieb das Feld „Stricken“ offen, da mein aktuelles Projekt, einen Schal aus Resten, ein sehr arbeitsaufwendiges und dadurch langwieriges Projekt ist. Außerdem blieb der Punkt „Nahtverdeckten Reißverschluss einnähen“ offen.

Ausprobiert hatte ich, das erste Mal zu filzen. Durch Zufall hatte ich im Vorfeld unbehandelte Schafswolle für eine Kissenfüllung bei Ebay gekauft und dann, nachdem ich das Handarbeitsbingo entdeckt hatte, gebrauchte Filznadeln erstanden und meine erste Kugel gefilzt. Außerdem hatte ich Nassfilzen ausprobiert, war damit aber weniger erfolgreich. Allerdings werde ich dranbleiben.

Gestickt hatte ich zuletzt als Kind. Dies tat ich immer sehr gerne. Keine Ahnung wann und warum ich es aufgegeben hatte. Nun suchte ich zunächst nach einer Idee, was ich überhaupt sticken könnte. Erst als ich über die Gestaltung der Windlichter nachdachte, kam mir die Idee diese mit einem bestickten Band zu verzieren. Es hatte mir sehr viel Spaß gemacht, nach all den Jahren wieder zu sticken.

Ebenfalls ein Highlight waren die Zimtschnecken. Ab jetzt liebe ich Kardamom.

Auch eine Challenge war, etwas Kürbisfarbendes zu arbeiten. Am Ende hatte ich einen Rest von Topflappengarn zu einem Untersetzer gehäkelt. Das Garn reichte nicht ganz, so dass ich am Rand noch ein etwas anderes Orange hinzugefügt hatte. Gearbeitet hatte ich nach dieser Anleitung (in Englisch, den Magic Ring nach dieser Anleitung). Allerdings fiel mir auf, dass die Anleitung für etwas dünneres Garn sein musste, so dass ich eine Reihe weniger und die letzte Reihe nur mit einfachen Maschen anstatt Stäbchen gehäkelt hatte.

Wirklich exotisch war für mich das Stuhlflechten. Zu dem Kurs hatte ich mich bereits im Sommer angemeldet und durch Zufall fiel er in die Bingo-Zeit. Nicht ganz einfach war die Besorgung des Stuhles. Es dauerte einige Zeit, bis ich den Passenden gefunden hatte. Leider war ich nicht fertig geworden, da das Material, das uns im Kurs zur Verfügung gestellt wurde, ständig riss 🙁 Das war sehr ärgerlich. Außerdem hatte ich den Eindruck, ich hatte durch Videos mehr gelernt, als durch den Kurs. Nun muss ich nur noch erfahren, woher ich besseres Material bekomme und dann fange ich noch mal von vorne an.

Einigen UFOs ging es, Dank dem Bingo, an den Kragen:

  1. So stellte ich endlich nach fast 6 Jahren den grünen Nadelkissen-Igel fertig.
  2. Das braune Shirt lag seit diesem Sommer rum. Eins hatte ich im Juli fertiggestellt und das zweite erst jetzt.
  3. Meine alten Fair-Trade-Unterhemden passten mir nicht mehr, aber ich konnte mich, da sie ausgesprochen gute Qualität waren, nicht von ihnen trennen. So lagen sie in der Reparaturwanne und als ich meine Wärmecreme am Nacken anwendete, kam mir die Idee, dass ich aus den Hemden Loops arbeiten könnte. Vorteil: Sie sind schwarz und nehmen keinen Schaden von der Farbe der Creme.
  4. Meine Jeans hatte ich endlich gekürzt.
  5. Zwei T-Shirts und ein Kopfkissen wurden repariert.
  6. Das MyBoshi-Häkelset hatte ich endlich verarbeitet.
  7. Das Cordkleid, dass ich vor 1 1/2 Monaten Second-Hand kaufte, erhielt endlich einen besseren Kragen.

Bei allen Feldern hatte ich versucht, Vorhandenes oder Gebrauchtes zu verwenden. Die Windlichter sind aus Konservengläsern und werden unser diesjähriger „Adventskranz“ werden.

Um die Felder laufend im Blick zu haben, lag die Karte ständig griffbereit an meinem Arbeitsplatz und wurde handschriftlich geführt (Klick = groß).

Am Ende hatte ich 6 Bingos und damit die maximal mögliche Zahl von 5 sogar um eins übertroffen. Das ist wesentlich mehr, als beim letzten Mal.

Hier die Fotos dazu:

4 Kommentare

  • Nria

    Wow, da hast du ja viel geschafft! :-O Wenn das Bingo dazu anregt, lange überfällige Projekte anzugehen oder zu beenden, finde ich das ja besonders toll 🙂

  • Manu

    Ja super, so viele Felder! Ich bin wie viele andere an den kniffligen gescheitert. Du hast wahnsinnig viel geschafft und dann auch noch so einige Ufos abgearbeietm, super! Deshalb mag ich das Bingo so, man arbeitet liegengebliebenes ab und macht Dinge an die man sich vielleicht nicht rangetraut hätte. Und vor allem probiert man Neues aus!
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.