One Year fair Clothes,  Rezensionen

Ein Buch hat mein Leben komplett verändert

Dieses Buch hat mein Leben komplett verändert (genaueres s. in meiner Bücherliste).

Um noch informierter zu sein, habe ich mir einige Bücher, die zu diesem Projekt passen, aus der Bücherei geholt. In diesem Buch wird so ziemlich aller Frevel, den es auf dieser Welt gibt und wie die Politik dies alles beeinflusst, in einen Gesamtzusammenhang gebracht. Plötzlich weiß man, was man der Welt mit „Bio“-Sprit antut und mit Staudämmen für die Stromgewinnung. Auch wie die Ölindustrie die Politik beeinflusst, weltweit.

Ein Kapitel ist natürlich auch „meinem“ Thema gewidmet, darin wird beschrieben, wie auch dort die Politik von den Konzernen beeinflusst wird und dass viele „Verträge für die soziale Unternehmensverantwortung“ (die die Firmen teilweise nur mit sich selbst abschließen) nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen.

Dieses Buch hat ausgelöst, dass ich nicht nur Fair Trade einkaufen möchte, sondern besser noch regional, deshalb habe ich meine Einkaufsliste auch entsprechend umstrukturiert und Einkaufsmöglichkeiten „Made in Germany“ bzw. „Made in EU“ nach vorne genommen. Außerdem stelle ich unsere gesamten Drogerieartikel und Putz-, sowie Waschmittel auf Bio um. Wenn möglich aus in Deutschland angebauten Pflanzen und ohne Erdöl (das ist besonders wichtig).

Warum nun plötzlich keine Fair-Trade-Kleidung mehr?

Das Label Fair-Trade wird nur Produktionen verliehen, die mit Dritte Welt Ländern zusammen arbeiten. Dies bedeutet, dass Produkte aus Deutschland und der EU nie ein Fair-Trade-Label verliehen bekommen. Das brauchen sie aber auch nicht, da in diesen Ländern die gesetzlichen Bestimmungen so ausgelegt sind, dass gewisse soziale Standards per Gesetz eingehalten werden müssen. Auch funktionieren in den europäischen Ländern die Kontrollen für die Einhaltung der Gesetze (überwiegend) gut. Was man von den Dritte Welt Ländern leider nicht behaupten kann. Der Einfluss der Konzerne ist dort zu groß. So bestimmen z. B. korrupte Regierungen, wie hoch ein Existenzminimum ist, um aus Billiglohn, der nicht zum Leben reicht, ein Fair-Trade-Lohn zu machen.

Was noch zu Fair-Trade-Kleidung hinzu kommt, sind umweltverschmutzende Transporte. Die meiste Ware kommt per Flugzeug. Da das Kerosin nicht versteuert wird (im Gegensatz zu Benzin oder Diesel), ist dieser Transportweg besonders lukrativ, belastet aber die Umwelt enorm.

Dieser Artikel ist Teil meines Projektes „One Year fair Clothes„. Das heißt, dass ich versuche, ein Jahr nur Kleidung zu kaufen, deren Hersteller fair entlohnt werden. Dafür recherchiere ich über das Thema und verblogge meine Ergebnisse hier. Genaueres habe ich in diesem Artikel beschrieben.

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