Kühltasche
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Handtasche als Kühltasche

Ich weiß nicht, ob man die Marke nennen darf, ohne ernsthafte Schwierigkeiten zu bekommen, aber diese Kühltasche erinnert an eine „L*ngch*mp-Tasche“ und das ist gewollt. Das Schnittmuster ist ein Freebook von Frau Käferin. Es ist im Grunde sehr simpel und jeder, der schon mal Taschen genäht hat, wird nicht sonderlich überrascht sein. Ich hatte es mir trotzdem runter geladen, um eine Größenvorstellung zu haben. Das Taschenteil umfasst zwei DIN A4-Seiten.

Der Clou an meiner Tasche ist, dass ich sie mit Isotherm gefüttert habe. Es geht allerdings auch eine Kühltüte vom Aldi, Lidl, REWE oder anderen, die man einfach zerschneidet. Vielleicht sind die sogar stabiler und besser zu vernähen, denn der Isotherm riss beim Wenden der Tasche und war total beschissen *piep* zu vernähen, da die wattierte Seite überhaupt nicht rutschte. Ich hatte mir am Ende damit geholfen, dass ich überall dort, wo die wattierte Seite unten lag (oben hatte ich einen Obertransport), einen Stoffstreifen mit einnähte. Machbar, da die wattierte Seite später innen lag.

Als „Innenfutter“ habe ich eine transparente Folie, ähnlich eines durchsichtigen Duschvorhangs, genommen. Duschvorhänge könnte man hier sicherlich auch prima upcyceln. Ich hatte diese Folie nun schon da und sie deshalb verwendet. Neu würde ich mir Mittlerweile keine mehr kaufen, da ich immer mehr versuche, Ressourcen zu schonen. Aber Vorhandenes darf vernäht werden (wäre ja auch totaler Quatsch, das nun wegzuwerfen). Als Futter würde sicherlich auch eine alte Wachstuchtischdecke oder diverse Arten von Stoffen gehen. Mir war bei der Herstellung wichtig, dass man die Tasche auswischen kann, da ich darin mein Mittagessen transportieren möchte.

Als Gurte habe ich Restenden genommen. Häufig werden Gurte am laufenden Meter verkauft und man hat immer Reste über, die nicht mehr für einen ganzen Henkel einer Cross-Over-Tasche reichen. Für diese „halben“ Henkel reichte es aber locker. Und ich war froh, wieder einen Rest verbraucht zu haben.

Auch der Reißverschluss war ein Bestandreißverschluss, ebenso wie das Kunstleder.

Inzwischen benutze ich die Kühltasche regelmäßig und bin sehr erstaunt über die Kühlleistung. Vorher hatte ich mein Essen in einem Stoffbeutel transportiert und darin hielt der Kühlakku ca. 2 bis 3 Stunden. In dieser Tasche hielt das Kühlakku an einem kühlen Sommertag bei rund 22 Grad Raumtemperatur den ganzen Tag! Der gleiche Akku!

Weil heute Freitag ist und mich die Kühlleistung der Tasche sehr freut, geht es mit der Tasche zum Freutag. Außerdem teile ich sie gerne beim Sew La La, da sie für mich genäht ist 🙂

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