ein Jahr später - fair Clothes
One Year fair Clothes

Wie ging es weiter? Ein Jahr später.

Am 31.12.2014 endete mein Projekt „One Year fair Clothes„. Nun ist bereits ein Jahr nach meinem Projekt vergangen und viele fragten mich: Wie ging es weiter? In meinem Fazit gab ich folgendes Versprechen ab:

  1. Alle Kosmetika nur noch aus Bio-Produkten!
  2. Alle Unterwäsche und Basic-Shirts konsequent Fair Trade!
  3. Bei allen anderen Einkäufen gehe ich die Tabelle durch und versuche möglichst weit oben zu bleiben.
  4. Ich meide weiterhin alle Textil-Discounter und kaufe nur hochwertige Sachen, von denen ich weiß, dass ich sie wirklich trage (also keine Fehlkäufe mehr und ich weiß das geht!!!! und keine zentnerschweren Tüten aus Billigläden schleppen).
Was ist daraus geworden?

Bis auf einige Ausnahmen konnte ich alle Punkte zu 100% umsetzen. Dieses Projekt hat mich wirklich nachhaltig geprägt und ich denke noch viel und oft daran zurück. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich nicht mehr alles nur Fair Trade kaufe, da mir das auf Dauer echt zu anstrengend und in einigen Bereichen auch gar nicht umsetzbar ist. So bin ich auch schon während meiner Projektphase das eine oder andere Mal gescheitert, weil es für bestimmte Sachen einfach keine Fair-Trade-Artikel gab.

Aber mein Einkaufverhalten hat sich generell sehr verändert. Inzwischen überlege ich dreimal, ob ich mir etwas kaufe, ob es mir wirklich gefällt oder ob ich nicht auf eine bessere Variante (fairer, ökologischer etc.) ausweichen kann oder etwas ähnliches schon im Schrank habe und es vielleicht nur mal anders kombinieren müsste.

Unterwäsche und Basic-Shirt kaufe ich inzwischen bei Grundstoff.net und habe mit denen sehr gute Erfahrungen gemacht. Alles, was ich dort gekauft habe, wurde immer sehr flott geliefert, kam in komplett plastikfreier Verpackung, passte wunderbar und war qualitativ sehr hochwertig. Inzwischen ist der Versand dort auch frei.

Mittlerweile achte ich außerdem bei allen Sachen darauf, dass sie kein oder kaum Elastan beinhalten, denn so sind mir jahrelang meine Blusen und Tops durch das Waschen eingelaufen und ich musste sie nach zwei oder drei Jahren wegwerfen, weil sie schlichtweg nicht mehr passten. Seit ich Shirts und Blusen nur noch aus reiner Baumwolle oder Viscose kaufe, passiert das nicht mehr. Alles bleibt gut in Form und das verhindert Müll!

In Textildiscounter kann ich nicht mehr reingehen, da ich Mittlerweile die Chemie dort so stark rieche, dass mir übel wird (bedingt durch die lange Abstinenz, früher merkte ich das gar nicht).

Auch bei den Kosmetika bin ich konsequent geblieben. Nur noch echte Bio-Produkte (auch nicht die Fake-Produkte, die sich „Naturprodukte“ schimpfen). Außer bei Zahnpasta, dort musste ich wieder zur Chemie greifen, denn in ganz vielen Naturprodukten ist kein Flurid drin und ich bekam dann immer Zahnfleischentzündungen, sobald ich auf Bio-Produkte umstieg. Das ist aber die einzige Ausnahme.

Desweiteren kaufe ich auch Wasch- und Putzmittel konsequent von Bio-Marken.

Und mir geht das gut damit. Mein Kleiderschrank ist schön übersichtlich und nur mit Sachen gefüllt, die ich auch wirklich trage. Was ich nicht mehr trage, kann jetzt auch besser verkauft werden, da durch den hohen Anschaffungswert auch der Weiterverkaufswert hoch ist. Das freut den Geldbeutel 😉

Alles in allem bin ich heute sehr, sehr froh, dass ich dieses eine Jahr durchgezogen habe. Auch wenn ich die Welt damit nicht ändern werde, ich kann doch einen ganz kleinen Beitrag für sie tun und einen riesigen für mich!

Dieser Artikel ist Teil meines Projektes „One Year fair Clothes„. Das heißt, dass ich versuche, ein Jahr nur Kleidung zu kaufen, deren Hersteller fair entlohnt werden. Dafür recherchiere ich über das Thema und verblogge meine Ergebnisse hier. Genaueres habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Die Quellennennungen können als Werbung gedeutet werden, sind aber unbezahlt und ohne Beziehungen zur Quelle. Demnach kann der Artikel im redaktionellen Sinne völlig frei gestaltet und sowohl positive als auch negative Äußerungen über das Produkt beinhalten (mehr dazu siehe hier).

Photo by Anne Nygård on Unsplash

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